Paris eröffnet längste städtische Seilbahn – wird Heilbronn Vorreiter in Deutschland?
Sie gleicht einem Skilift, doch Berge sucht man im Süden von Paris vergeblich. Tatsächlich eröffnet am Samstag mit der Câble 1 die erste Stadt-Schweb…
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Fakten
- Die erste Stadt-Schwebebahn der französischen Hauptstadtregion wurde am Samstag in Paris eröffnet.
- Sie ist 4,5 Kilometer lang und gilt als Europas längste städtische Seilbahn.
- Die 'C1' soll Vororte im Südosten von Paris mit einer U-Bahnlinie der Pariser Métro verbinden.
- 105 Gondeln bieten jeweils zehn Sitzplätze und sollen mit einem Abstand von weniger als 30 Sekunden kommen und gehen.
- Bis zu 1600 Menschen können pro Stunde und in beide Richtungen transportiert werden.
- Im Dezember werden 11.000 Reisegäste pro Tag erwartet, bis 2030 sollen es 12.000 sein.
- Die neue Anlage soll vor allem Pendlern nutzen, die eine deutliche Zeitersparnis versprochen wird.
- Die Gesamtstrecke durch die Luft soll nur noch rund die Hälfte der ursprünglichen Strecke in Anspruch nehmen.
- In Heilbronn soll bald eine Seilbahn vom Hauptbahnhof in den Norden der Stadt führen.
- Die Seilbahn soll in 14 Minuten über 4,7 Kilometer und fünf Stationen führen.
- Oberbürgermeister Harry Mergel spricht von einer Vorreiterrolle und Heilbronn als 'Zukunftsstadt'.
- Die Erweiterung des bestehenden Stadtbahnnetzes zum KI-Campus gilt als zu teuer und aufwendig.
- Seilbahnen sind in Europa dagegen kaum in Städten verkehrt.
- In Deutschland gibt es nur zwei Seilbahnen: In Berlin fahren die Kabinen zu der Parkanlage Gärten der Welt, in Koblenz zur Festung Ehrenbreitstein.
- Die Hälfte der rund 200 Anlagen in Bayerns Bergregionen steht in Deutschland.
- In Südamerika sticht vor allem Boliviens Regierungssitz La Paz mit insgesamt mehr als 30 Kilometern besitzt das größte urbane Seilbahnnetz der Welt.
- Die Seilbahn in Boliviens Hauptstadt transportiert täglich mehr als 300.000 Passagiere auf zehn Linien.
- In Mexiko-Stadt, Rio de Janeiro oder Venezuelas Hauptstadt Caracas verkehren weitere Seilbahnen.
- Vorreiter war 2004 das kolumbianische Medellin.
- Seilbahnen in Südamerika sollen soziale Ungleichheiten überbrücken.
- In Europa geht es vor allem um touristische Zwecke.
- Seilbahnen verbrauchen weniger Fläche als S- oder U-Bahnen und können einfacher installiert werden.
- Auch der geräuscharme, automatisierte Betrieb ist ein Vorteil.
- Bauzeiten und Kosten sind geringer als bei herkömmlichen Verkehrsmitteln.
- In Heilbronn sollen etwa 1500 Passagiere pro Stunde und Richtung transportiert werden.
- Seilbahnprojekte in Deutschland sind immer wieder begraben worden.
- In Hamburg über eine 80 Meter hohe Verbindung über die Elbe debattierte ein Musicalbetreiber.
- Eine Bürgerinitiative störte sich an dem kommerziellen Ziel der Bahn.
- In Bonn gibt es Anwohner, die gegen ähnliche Seilbahnpläne wie in Heilbronn wehren.
- In Paris gab es zunächst Widerstand gegen die neue Seilbahn.
- Ein Anwohnerverein wies auf die befürchtete Lärmbelästigung hin.
- Die neue Installation wurde bepflanzt, um Kritiker zu besänftigen.
- Paris ist nun einer der Vorreiter in Europa.
- In Frankreich gibt es bereits eine städtische Seilbahn in Toulouse seit 2022.
- Heilbronn hofft auf das Prestigeprojekt gegen die bislang auch von Bürgerseite keine großen Proteste erhoben wurden.
- Die Finanzierung scheint gesichert.
- Das Land Baden-Württemberg übernimmt die Hälfte der Planungskosten von acht Millionen Euro.
- Eine Förderung über den Bund ist als aussichtsreich geltend.
- Im Raum stehen Gesamtkosten von rund 100 Millionen Euro.
- Die Heilbronner Linie wäre weniger als die in Paris veranschlagten 132 Millionen Euro kosten.
- Die Heilbronner Linie wäre 200 Meter länger und damit die längste in ganz Europa.
- Heilbronn wird zum Vorreiter auf dem gesamten Kontinent.